Fläche: 68.331 km2
Einwohner: 500.000
Tasmanien, der Südostküste Australiens vorgelagert, ist der kleinste Bundesstaat Australiens, abgesehen vom Australian Capital Territory. Die weiteste Ausdehnung der Hauptinsel von Nord nach Süd beläuft sich auf 296 km, von Ost nach West etwa auf 315 km. Zum Staat gehören eine Reihe von kleineren Inseln, die im Norden und Süden der Hauptinsel vorgelagert sind. Im Norden wird Tasmanien durch die zirka 240 km breite Bass Strait vom Festland getrennt, im Osten durch die Tasmansee und im Westen und Südwesten durch den Indischen Ozean abgegrenzt. Die höchste Erhebung der Highlands, die gewissermaßen die Fortsetzung der Great Dividing Range vom Festland sind, ist Mt. Ossa (1.617 m), gefolgt von 10 anderen Gipfeln dieser Größenkategorie.
Geschichte
Schon 1642 wurde die Insel von dem Holländer Tasman Abel entdeckt, der sie nach dem damaligen Gouverneur in Westindien Van Diemen´s Land nannte. 1885 erhielt sie zu Ehren ihres Entdeckers den Namen Tasmania. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts begann man die ersten Siedlungen anzulegen. Ausschlaggebend dafür war die Angst, dass die Franzosen von Tasmanien Besitz ergreifen würden, denn der Franzose Nicolas Baudin kreuzte bereits damals in Australiens Gewässern herum. 1803 erreichte Leutnant Bowen mit 48 Siedlern (darunter 35 Sträflinge) Ridson Cove am Derwent River und legte dort eine erste Siedlung an, die allerdings rasch aufgegeben wurde. In Abwandlung seines Auftrags in der Port Phillip Bay in der Nähe des heutigen Melbournes eine Siedlung zu gründen, landete 1804 Kapitän Collins bei Sullvian Cove auf Tasmanien. Für Ruhe und Ordnung sollte auch das Gefängnis in Port Arthur sorgen. 1852 wurden die Gefangenendeportationen nach Tasmanien eingestellt. Im Jahr 1825 wurde die Unabhängigkeit der Insel von New South Wales erklärt und Hobart, die Hauptstadt der Insel, erhielt die Stadtrechte.
Eine Kirche in dem ehemaligen Gefängnis Port Arthur
Mit der Inbesitznahme durch die Weißen begann auch hier die Ausrottung von schätzungsweise 4.500 Aboriginals. Eine planmäßige angelegte Treibjagd überlebten nur etwa 300 Eingeborene, die auf Flinders Island in die Bass Strait verbannt wurden. Die letzte tasmanische Aborigine mit dem Namen Truganini (auch bekannt als "Lalla Rookh") starb 1876 im Alter von 78 Jahren.
Marco Gröschl
HobartAm Ufer des Flusses Derwent liegt Hobart, die Hauptstadt des Bundesstaates und Insel Tasmanien. Die Stadt erstreckt sich bis an die Ausläufer des Berges Mount Wellington (1270 Meter), der sich westlich von Hobart erhebt. Da Hobart den größten Hafen Tasmaniens hat, werden dort Getreide, Obst, Nutzholz, Wolle und Erze exportiert. Es gibt dort Fabriken wie Gerbereien, Mühlen und Brauereien. Nach einem gewissen britischen Kolonialsekretär namens Lord Robert Hobart wurde die Hauptstadt Hobart benannt. 1857 erhielt Hobart die Stadtrechte und 1825 wurde Hobart die Hauptstadt von Tasmanien. Es leben etwa 182.000 Menschen in der Stadt.
Marco Gröschl